Home  |  Galerie  |  Forum  Registrieren  |  Anmelden  

Sie sind nicht angemeldet.

#1 2006-07-26 19:09:35

rastu
Forenmitglied
Ort: schweiz
Registriert: 2006-05-18
Beiträge: 414

Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Ich möchte unbedingt schwarz weiss Bilder machen die alt wirken.Da ich eine Amateurin bin kenne ich mich da gar nicht aus.Ich würde sehr gerne Landschaften oder Menschen Fotografieren wie in den 20-40-50 er Jahren.Weil ich gedacht habe es kommt auf die Kamera an lacht jetzt bitte nich!Habe ich mir auf dem Flohmarkt eine alte kamera gekauft.Sie heisst AGFA Agnar 1:6,3/105
keine ahnung was das Bedeutet.Sie funktioniert sogar noch!!!!!!Aber mir wurde hesagt man bekomme die bilder auch mit einer neuen Kamera hin.Ich habe eine Canon eos Spiegelreflex-nicht digital.Muss man den dafür einen speziellen Film kaufen? und was muss ich dabei beachten?


Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden

Offline

#2 2006-07-26 22:08:24

franky
Forenmitglied
Ort: 67251 Freinsheim
Registriert: 2004-05-11
Beiträge: 66
Website

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Hallo Rastu.
1.) 1:6,3 / 105 bedeutet: bei der Brennweite von 105 mm ist die größtmögliche Blendenöffnung Blende (f) 6,3. Das heißt, Du solltest schon bei bewölktem Himmel einen Film mit mindestens ISO 400 benutzen, sonst müßtest Du blitzen. Es kann auch sein, daß es sich hier um ein Objektiv mit Festbrennweite und Festblende handelt. Dann wäre die festeingestellte Blende grundätzlich und immer 6,3. Das kann ich aber so nicht sagen.

2.a) Du kannst heute, im zuge der digitalen Technik grundsätzlich alles simulieren. Unabhängig ob die neueste oder älteste Kamera. Für fast jede Bildbearbeitungssoftware gibt es sog. Filter, die alle erdenklichen Effekte simulieren können.

2.b) Ich persönlich kenne die Kamera nicht. Ich würde jedoch einen Schwarz-Weiß-Film benutzen. Empfohlen ist hier die Fa. Ilford

2.c) Fals kein Scanner und Bildbearbeitungsprogramm zur Hand, kann Dir jeder gute Fachhandel im Fotobereich der noch analog entwickeln kann, die Bilder auch auf "alt" trimmen. Das ist zwar etwas tuerer als die Mini-Lab-Bilder - aber es sollte es wert sein. In ein Großlabor würde ich die Aufnahmen nicht einschicken.

An sonsten gibt es wenig zu beachten. Ich bin mir nicht ganz sicher - man möge es mir verzeihen - aber ich glaube die Filmtechnik mit dem 35 mm Film, wurde erst mitte bis Ende der 40er Jahre entwickelt. Davor - so glaube ich zu wissen - hat man noch die guten alten Starenkästen gehabt, auf denen Platten belichtet wurden. Auch habe ich Negative von 1930 bei mir im Studio gehabt, das waren hauchdünne Filme auf Glasplättchen. Das - ehrlich gesagt - habe ich auch vorher noch nicht gesehen. Man kann ja nicht alles wissen. Aber ich denke mal, daß das die Vorstufe zum 35 mm Film gewesen sein muß.

Sollte ich falsch liegen, so bitte ich um Korrektur. Hab bei Google nichts gefunden.

Wünsche Viel Glück dennoch, und ich halte das für ein sehr interessantes Projekt.

viel Erfolg.
mfg
Franky

Beitrag geändert von franky (2006-07-26 22:10:23)


Es ist nicht gesagt daß es besser wird, wenn es anders wird.
Wenn es aber besser werden soll, dann muß es anders werden. (Curt Goetz)

Offline

#3 2006-07-31 11:03:40

balzerno
Neues Forenmitglied
Registriert: 2006-07-12
Beiträge: 1

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Antwort auf Frankys Beitrag vom 26.07.
und rastu

Hallo Franky, hallo rastu,

das mit den alten Fotos ist nicht ganz so einfach. Zunächst mal zum 35mm Film:
Das war eine Erfindung von Oskar Barnack, der die geniale Idee hatte, den schon damals bekannten Kino-Film (35mm Breite) einfach quer in eine Kamera zu legen und diese Kamera war die weltberühmte Leica und die Erfindung datiert von 1924. Mit der Leica und dem Kleinbildfilm begann der Siegeszug der mobilen Fotografie. Vor allem die berühmtesten Bildjournalisten bedienten sich von da an der Leica und so blieb es bis in die 60ger Jahre hinein. Den Kleinbildfilm darf man getrost als das weltweit verbreiteste Filmformat bezeichnen. Auch heute, im Zeichen der digitalen Umwälzungen, ist der klassische Film noch lange nicht aus dem Rennen. Seine Vorteile liegen in der überlegenen Qualität, der fast unbeschränkten Vergrößerungsfähigkeit, der Unempfindlichkeit gegen technologischen Wandel und seine unbeschränkte Haltbarkeit. Dazu ist er billig und unkompliziert in der Handhabung.
Nun zu den auf alt getrimmten Bildern. Was wir als alt bezeichnen ist ja nur die Anmutung, und die wird hauptsächlich bestimmt durch die bräunliche Farbe alter Fotografien. Diese Farbe läßt sich durch Tonung auf herkömmlichen Schwarzweiß-Fotopapier auch nachträglich erzeugen. Etwas technisches Geschick und Kenntnisse der grundlegenden fotografischen Verfahren sind dazu allerdings nötig. Am besten geht es in einer eigenen Dunkelkammer, wo man seine Bilder selbst entwickeln kann und alle Verfahren ausprobieren kann, die in einem Massenlabor überhaupt nicht gehen. Über Tonungsverfahren kann man sich bei den Herstellern (z.B. Tetenal in Hamburg) informieren. Es gibt sehr gute Anleitungen dazu in Heftform.
Wer mehr wissen will, kann sich auch persönlich an mich wenden.
Norbert Balzer
Dipl. Foto-Designer BFF DGPh
www.nb-fotodesign.de
norbert.balzer@t-online.de

Offline

#4 2006-08-15 17:03:36

Henk van Stenk
Neues Forenmitglied
Registriert: 2006-08-15
Beiträge: 6

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Hallo Rastu,

meines Erachtens erreicht man die "alte Anmutung", wie balzerno es nennt, am einfachsten auf digitalem Wege.
Für Dich würde das bedeuten:
entweder die mit Deiner analogen Kamera erstellten Bilder einzuscannen oder eine Digitalkamera anzuschaffen.
Das entsprechende Aussehen verpasst Du den Bildern dann per Bildbearbeitungsprogramm am PC. rudimentäre PC Kenntnisse sind also von Nöten.
Für Programme wie Photshop gibt es haufenweise frei erhältliche Erweiterungen im internet, die den gewünschten Effekt erzielen. Mit einer reinen Sepia-Tönung ist es m.E. nicht getan.
Ich persönlich nutze gern Photoshop Aktionen, die das Magazin c't in einem der letzten Di

Offline

#5 2006-08-15 17:07:25

Henk van Stenk
Neues Forenmitglied
Registriert: 2006-08-15
Beiträge: 6

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Keine Ahnung, warum der erste Versuch meines Postings so rabiat abgehackt wurde.
Hier kommt ein zweiter Versuch:

Hallo Rastu,

meines Erachtens erreicht man die "alte Anmutung", wie balzerno es nennt, am einfachsten auf digitalem Wege.
Für Dich würde das bedeuten:
entweder die mit Deiner analogen Kamera erstellten Bilder einzuscannen oder eine Digitalkamera anzuschaffen.
Das entsprechende Aussehen verpasst Du den Bildern dann per Bildbearbeitungsprogramm am PC. rudimentäre PC Kenntnisse sind also von Nöten.
Für Programme wie Photshop gibt es haufenweise frei erhältliche Erweiterungen im internet, die den gewünschten Effekt erzielen. Mit einer reinen Sepia-Tönung ist es m.E. nicht getan.
Ich persönlich nutze gern Photoshop Aktionen, die das Magazin c't in einem der letzten Digitalfoto-Sonderhefte veröffentlicht hat. Sende auf Anfrage gern ein Beispielbild per Email.

Grüße

Henk

Offline

#6 2006-10-15 11:57:06

Dennis
Forenmitglied
Registriert: 2006-05-05
Beiträge: 11

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Hallo rastu!
AGFA Agnar 1:6.3/105 ist die Bezeichnung des Objektives, nicht der Kamera. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Agfa Billy, so wie hier zu sehen:

http://kotisivu.dnainternet.fi/lauro/agfabilly.htm

Jedenfalls ist es keine Kamera für KB-Film, sondern die Brennweite von 105mm verrät, dass es sich um eine Kamera für Rollfilm (120) handelt mit einem Aufnahmeformat von 6x9cm. Damit bist Du also bestens gerüstet, wenn Deine Bilder einen alten "Look" haben sollen.

Den Charme dieser alten Aufnahmen, machen eine Reihe von Faktoren aus:

- Durch die lange Brennweite ergibt sich eine tendenziell geringere Schärfentiefe.
- Durch die nicht so hochwertige Optik (in diesem Falle) kommt es zu Randunschärfen und Vignettierung.
- Durch das Alter der Bilder, sind die Kontraste flauer geworden.

Diese Effekte lassen sich mehr oder weniger auch am Computer  bei digitalen Bildern nachahmen. Aber du solltest auf jeden Fall mal Deine Agfa ausprobieren.

Hier sind ein paar typische Aufnahmen mit diesem Charme (ganz unten):

http://www.flickr.com/photos/gp2305/page6/

Viele Grüße,
Dennis.

Offline

#7 2006-10-16 08:17:49

rastu
Forenmitglied
Ort: schweiz
Registriert: 2006-05-18
Beiträge: 414

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Hallo dennis
du hast genau ins schwarze getroffen!!!!:)genau diese kamera habe ich.und genau diese arz von fotos möchte ich machen. ich werd mich gleich mal daran machen diesen film zu finden.bin gespannt wie die fotos werden. ich möchte fotos von meinen kindern machen.mal sehen ob ich bei dieser kamera mit den einstellungen zu rande komme. nochmals vielen dank für deine infos:)


Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden

Offline

#8 2006-10-17 00:30:24

Dennis
Forenmitglied
Registriert: 2006-05-05
Beiträge: 11

Re: Wie kann ichalte Bilder in s/w selber machen.

Hallo!

rastu schrieb:

du hast genau ins schwarze getroffen!!!!:)genau diese kamera habe ich.und genau diese arz von fotos möchte ich machen. ich werd mich gleich mal daran machen diesen film zu finden.bin gespannt wie die fotos werden. ich möchte fotos von meinen kindern machen.mal sehen ob ich bei dieser kamera mit den einstellungen zu rande komme. nochmals vielen dank für deine infos:)

Freut mich :-)
Dann darf ich Dir auch gleich mal einen Film-Tipp geben:
Du benötigst Rollfilm im Format 120 (oder 220, aber der wird mW. nicht mehr hergestellt). Ich würde Dir den Kodak BW400CN empfehlen:
http://wwwde.kodak.com/global/de/profes … 9.14&lc=de
Das ist ein "chromogener" Schwarzweißfilm. Das heißt, es ist quasi eine Art Farbnegativ-Film, der aber s/w wird. Der Vorteil ist, Du sparst Dir eine kostenträchtige s/w-Entwicklung, denn dieser Film wird ganz normal im C-41 Prozess wie Farbfilme entwickelt, Du könntest diesen Film sogar im DM-Markt entwickeln lassen. Zum anderen hat der Film ein sehr feines Korn und einen imensen Belichtungsspielraum: Du kannst ihn frei Schnauze irgendwo zwischen 100 und 400 ASA belichten. Weiterhin ist 400 ASA für Dich nicht schlecht, denn Du hast ja ein recht lichtschwaches Objektiv. Wie Du an den verlinkten Bildern siehst, neigt man mit so einer Kamera zum Verwackeln. Kein Wunder, die schnellste Verschlusszeit ist 1/100s und das bei einer Brennweite von 105mm. Du solltest ein Stativ in Erwägung ziehen.
Ich würde vielleicht auch für den Anfang Portraits empfehlen, und Landschaftsaufnahmen, nichts actiongeladenes, wie rumflitzende Kinder.
Wenn Du Ergebnisse hast, dann lass doch mal sehen :-)

Gruß,
Dennis.

Offline

Fußzeile des Forums

 
Artring.com | Artring.de