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#1 2010-07-28 18:47:18

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Bildende Kunst in Schutzhaft?

Liebe Kunstgemeinde

Das Thema „74 Millionen Euro wurde vom Admin geschlossen
Ich gebe es zu, ich war nicht ganz unschuldig daran. Ich gelobe Besserung und bitte andererseits den Admin auch sofort einzuschreiten,
wenn das Forenmitglied „abstrakt“ ständig versucht meinen Thread mit seinen zu  Artikeln zu verwässern oder mich beschimpft.
Die offene Entgegnung aus dem geschlossenen Thread an „dergebenedeite“ stelle ich hier ein

@Armageddon
             zu deiner Frage: "Hast du eine schlüssige Antwort,
             warum nie und Niemand Gelegenheit bekommt seine
             ablehnende Meinung zu Anti-Kunstobjekten in Medien
             und Internet zu äußern..."
             die Antwort bist du. In zahllosen Posts kannst du
             hier ganz frei und unzensiert
             deinen ganz persönlichen Kreuzzug gegen das was du
             Anitkunst nennst, führen;
             und wir antworten ganz unverblühmt (ebenfalls
             unzensiert) dagegen. Du siehst also: der demokratische
             Diskurs ist nicht in Gefahr...

>>> Das schrieb ich doch schon selbst, dass das Internet die letzte Bastion der Freiheit ist. Dem steht aber die geballte Macht der manipulierten Medien gegenüber. Was ist dagegen ein kleines Forum? Soviel wie die Freiheit in einer Gefängniszelle.

             Zu deiner Vermutung (oder soll ich sagen Hoffnung):
             "... 80 oder 90% des Volkes..." seien mit der
             "offiziellen Kunstauffassung" nicht einverstanden und
             stimmen gewissermaßen mit den Füßen gegen die
             "oktruierte Intellektuellenkunst" ab.

>>> Deine Vorliebe für Fremdwörter ist unverkennbar. Statt aufgezwungen verwendest du oktruiert. Der Verständlichkeit ist damit sehr geholfen. Die Intellektuellenkunst von der du sprichst sind für das Volk Geistesabfälle. Die 10 oder 20 % der Mitläufer, die Anti-Kunst heute für „Kunst“ halten sind das Produkt und Ergebnis 60 jähriger Manipulation und Dauerbeschallung durch die Müllkunstmafia. Man sah es ja beim Mauerfall.  20% der sogenannten DDR Bürger waren der Diktaturpropaganda in Jahrzehnten erlegen und hielten den Kommunismus für gut, obwohl er ein Unrechtstaat war, der seine Bürger einsperren und erschießen ließ, wenn sie nichts mit ihm zu tun haben wollten. Genauso wurden die Irrlichter der linken Anti-Kunst von jahrzehntelangen falschen Einflüsterungen eingelullt.

             Ich glaube dein Bild der öffentl. Meinung zur
             modernen Kunst stammt aus den 50ern, als wirklich nur
             eine Minderheit mit moderner Kunst (MK) etwas
             anfangen konnte. Für bildende Kunst trifft das heute
             nicht mehr zu. Auch und gerade Museen für MK erfreuen
             sich großer öffentlicher Beliebtheit.

>>> In Düsseldorf steht das K21 (Kunst des 21 Jahrhunderts) Es hat eine Seitenlänge von 60 x 60 m, ist 4 Stockwerke hoch und hat innen, weil ausgehöhlt, ca. 6000 qm Ausstellungsfläche. Den Personalbestand schätze ich auf 200 Angestellte. Ich habe das Museum mehrere Tage beobachtet. Wenn es 100  bis 200 Besucher am Tag hat ist das schon viel. Die Zahlen werden natürlich wie bei allem was mit bildender Kunst zu tun hat verheimlicht oder trickreich mit anderen Sparten zusammengemixt. Nix mit großer Beliebtheit. Auch verständlich, wer opfert schon gerne seine kostbare Zeit und gibt dazu 10 oder 15 Euro für eine Müllbeschau her, außer einigen dauerbeschallten Mitgliedern der Beuysfraktion? 

             Aber Kunst ist kein Beliebheits-Wettbewerb und kein Gegenstand eines demokratischen Votums.
             Wie ich in meinem verhergehenden (überlangen) Post schon erwähnt habe,
             sollte m.E. auch sperrige, schwere Kunst ein Recht auf Förderung haben.
             Nur so bleibt der Pluralismus in der Kultur erhalten.

>>> Das solltest du mal näher erklären. Das verstößt gegen jegliche Logik. Logik beginnt da wo man 1+1 addiert und dann zum richtigen Ergebnis kommt. Denn Kunst ist ein Beliebtheits-Wettbewerb und in allen anderen Kunstarten völlig demokratisch organisiert. Erkläre uns bitte wenn Kunst nicht demokratisch ist, warum schreiben sie uns nicht vor, welche Musik, Literatur, Filme, Theater und Opern wir zu erdulden haben? Ist das etwa keine Kunst? Und warum wird denn dann nur die bildende Kunst vor dem ungebildeten Volk in Schutzhaft genommen? Vor der überwiegenden Mehrheit, den Trotteln, die keine Ahnung von Kunst haben? Wäre die bildende Kunst frei, sie würde nicht am Tropf der Steuerzahler hängen. Es gäbe fantastische Kunstwerke wie bei der Musik, den Filmen, Literatur usw. wo sich nur das Gute und Beste Bahn bricht, weil das Volk die Spreu vom Weizen trennt. Von 100% aller angebotenen Musikstücke hat nur 1% die Chance in die Läden zu kommen. Genauso muss es bei der bildenden Kunst funktionieren.
Ihren sozialkritischen Knatsch und sonstigen Albernheiten als angebliche Kunst verpackt, will Niemand sehen. Um soziale Misstände aufzudecken haben wir die Öffentlich Rechtlichen. Die kosten uns schon genug. Da bedarf es nicht zusätzlich der Witzbolde der Anti-Kunst, mit ihren banalen Geistesauswürfen.

Die Gretchenfrage die ich Inge schon stellte. Zeige mir doch mal moderne Kunst, die die Anti-Kunst als „Kunst“ durchwinkte, die du gut findest, in der ich aber Anti-Kunst erkenne. Und dann erkläre mal die kreativen Prozesse, die deine Vorsprecher so großspurig in der Anti-Kunst zu entdecken glauben!
Mensch Alex wach auf, und erkenne dass sie Teile deiner Urteilskraft manipulierten und einschläferten! Bedien dich deines eigenen Verstandes, wie Kant so treffend sagt! Eine Renaissance der Kunst steht bevor.

Gruss Armageddon

Anhang:             Die hochästhetische Pferdeäpfelkunst von Markus Lüperts  Der griechische Gott Merkur          Quelle Wikipedia
                                                                                                       Das Urteil des Paris


Hochgeladene Bilder


--- Allein die Ästhetik ist der Weg, das Ziel und der Schlüssel zum Geist und zum Herzen des wahren Kunstliebhabers!  Armageddon

Offline

#2 2010-07-31 05:34:30

Carver
Neues Forenmitglied
Registriert: 2010-07-30
Beiträge: 4

Re: Bildende Kunst in Schutzhaft?

Da ich neu im Forum bin, mich aus reiner Neugier ein wenig in einige Beiträge eingelesen habe, gerade in die durchaus kontroversen zuweilen polemischen Diskussionen bzgl. der Anti-Kunst, wollte ich ebenso meine Meinung zum eben besagten Thema kundtun.
Historisch betrachtet war Anti-Kunst eine wichtige und durchaus notwendige Entwicklung, die auch hinsichtlich des von ihr ausgeübten gesellschaftlichen Einflusses durchaus eine Daseins Berechtigung hatte. Ebenso ist der Maler des 20. Jahrhunderts schlechthin, Salvador Dali, wie der Surrealismus und weitere nicht zu unterschätzende Stilrichtungen, mehr oder minder dieser Bewegung entsprungen.
Doch betrachtet man die heutige Zeit mit ihren „Anti-Künstlern“ - ich denke da speziell an Meese - die meines Erachtens nicht einmal Anti-Kunst produzieren sondern einzig und allein gesellschaftskritischen Schrott, mit dem Geist, Verstand sowie dem Niveau eines in der Entwicklung stehen gebliebenen Teenagers mit ausgeprägtem Mutterkomplex, die eine Tiefe wie der Wasserspiegel meiner Toilette besitzen, subtil wie ein Wink mit dem Zaunpfahl sind und die Vielschichtigkeit von einlagigen Toilettenpapier aufweisen – vielleicht sollte ich eine eine allegorische Collage oder besser noch eine Installation mit anschließender Performance dieser Thematik widmen, das wäre nämlich wirkliche Anti-Kunst -, dann kann ich nur den Kopfschütteln, dass mancher einen derartigen Mist auch nur eine Sekunde Aufmerksamkeit schenkt, geschweige denn jemand dem Begriff Kunst mit diesem Müll in Verbindung bringt.

Beitrag geändert von Carver (2010-08-01 02:29:18)

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