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#1 2004-10-11 23:03:24

Vinxtor
Forenmitglied
Registriert: 2004-10-06
Beiträge: 72

Informelle Malerei

Ich würde gern euer Meinung hören zu folgende Frage:

Was versteht ihr unter informelle Malerei?

Schreibt einfach was ihr darunter versteht. Möglicherweise entsteht dadurch eine klare Sicht auf dem Begriff.


Grüße
Vinxtor

Offline

#2 2004-11-10 19:23:55

Pavel Feinstein
Gast

Re: Informelle Malerei

Vinxtor schrieb:

Ich würde gern euer Meinung hören zu folgende Frage:

Was versteht ihr unter informelle Malerei?

Völlige Unfähigkeit zu zeichnen und malen.

#3 2004-11-10 21:30:40

Vinxtor
Forenmitglied
Registriert: 2004-10-06
Beiträge: 72

Re: Informelle Malerei

Hallo Pavel Feinstein,

gewollte oder ungewollte Unfähigkeit?

Grüße
Vinxtor

Offline

#4 2004-11-11 19:24:07

Pavel
Forenmitglied
Ort: Berlin
Registriert: 2004-05-12
Beiträge: 178
Website

Re: Informelle Malerei

Ist es nicht egal? Eine chronische...

Offline

#5 2004-11-12 01:14:30

Vinxtor
Forenmitglied
Registriert: 2004-10-06
Beiträge: 72

Re: Informelle Malerei

Ich denke nicht das das egal ist.
Warum ist mann unfähig zu malen/zeichnen?
1. Weil mann es nicht beherrscht (= kein Talent)
2. weil mann es nicht mehr will.

ad 1. hätte nichts mit Kunst zu tun
ad 2. könnte etwas zu bedeuten haben

wie siehst du das?

Grüße
Vinxtor

Offline

#6 2004-12-15 18:20:43

monimi
Gast

Re: Informelle Malerei

Informel

Besonders in den USA und Frankreich ab 1945 entwickelte Stilrichtung der modernen Malerei, eng verbunden mit dem abstrakten Expressionismus, dem Actionpainting und dem Tachismus. Die Werke des Informel sind gekennzeichnet durch Verzicht auf beschreibende Bildmotive und kompositorische Regeln
Informel

Eine Begriffsprägung: signifiance de l'informel (Bedeutung des Formlosen), die auf den französischen Kritiker Tapié zurückgeht und viele unterschiedliche Künstlergruppen eint, die sich der gegenstandslosen Malerei, Grafik und Skulptur verschrieben hatten. Ihre Kunstauffassung stand im Gegensatz zu der Malerei der geometrischen Abstraktion, die sich durch abgegrenzte Formen und feste Kompositionsregeln darstellt.

Die Künstler wollten frei ihre Gefühle in erfundenen Zeichen, durch Farb-Rhythmus, durch Strukturen unterschiedlicher Materialien, die sie mit Farbe mischten, ausdrücken. Das Geistige sollte automatisch, ohne Auseinandersetzung auf die Leinwand gebannt werden.

Der abstrakte amerikanische Expressionismus stand Pate für die Bewegung, Bilder von Pollock, Motherwell, Rothko, Newman beeinflussten die europäischen Kollegen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Wols ist sicher einer der bedeutendsten deutschen Maler des Informel, französisch auch Tachismus genannt.

Der Tachismus konzentriert sich auf die automatische Darstellung der seelischen Regungen durch Farbflecken (frz. Taches Fleck). Eine Formgestaltung wurde bewusst und konsequent abgelehnt, was die Künstler Hartung, Michaux, Matthieu immer wieder betonten.


Informel, Informelle Kunst

Bezeichnung für die Kunst der Nichtform, eine um 1945 in Paris entstandene europäische Kunstrichtung. Der Ausdruck wird oft als Sammelbegriff für Art autre, die abstrakten Strömungen der 1950er Jahre verwendet, die sich von der so genannten geometrischen Abstraktion distanzierten. Der Name soll auf eine Ausstellung mit dem Titel signifiance de l'informel zurückgehen, die 1952 in Paris im Studio Facchetti von Antonio Tàpies insziniert wurde, der sich für die Bedeutsamkeit des Formlosen aussprach. Die Künstler des Informel lehnten sowohl geometrische Formen als auch abstrakte Darstellungen von realen Gegenständen und überhaupt jede Art von konzipierter Darstellung ab. Dafür erfanden sie, ihrer jeweiligen Stimmungslage entsprechend, Phantasiegebilde. Diese auf Spontanität beruhende formlose Gestaltungsweise ist eine Art des Automatismus. Vertreter der bis etwa 1960 existenten Kunstrichtung waren neben A. Tàpies u. a. J. Dubuffet, M. Tobey und Wols (Wolfgang Schulze). Vgl. Tachismus.

Anfänge des Informel in Österreich, Hg. O. Breicha, Kat. Mus. des 20. Jh., Wien 1972; Leverkusen, Kat. der Ausstellung "I.", Berlin 1973; M. de la MOTTE (Hg.), Dokumente zum dt. Informel, Bonn 1976; Abstrakte Kunst nach 1945. Der Aufbruch im "I. ", Kat., Saarbrücken 1982; Die Malerei des I. heute. Kat. Saarland-Mus., Saarbrücken 1982; G.-W. KOELTZSCH, Dt. I. - I.-Symposium, Berlin 1986.

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann


Informel

auch Art informel (französisch: formlose Kunst), Strömungen innerhalb der modernen gegenstandslosen Malerei, die Mitte des 20. Jahrhunderts von Paris und New York ihren Ausgang nahmen. Der Sammelbegriff, der auf den Ausstellungstitel Signifiants d'informel (Bedeutungen des Formlosen) zurückgeht, die in den fünfziger Jahren in Paris stattfand, bezieht sich auf verschiedene Tendenzen der abstrakten Malerei, die im Gegensatz zur geometrischen Abstraktion auf ein formales und kompositorisches Regelwerk verzichten und sich im spontanen Malakt zu verwirklichen suchen, wie den Tachismus (französisch tache: Fleck) des Malers Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze, 1913-1951) oder das Actionpainting (Aktionsmalerei) Jackson Pollocks. Indem sie den Malakt an sich und nicht sein Ergebnis ins Zentrum rückte, war sie eher eine Arbeitsweise als ein eigentlicher Stil.

Ihren Ausgang nahm die informelle Malerei mit den Werken der École de Paris (Pariser Schule), wo sich zwei Richtungen etablierten: die gestische Malerei von Pierre Soulages, George Mathieu, Serge Poliakoff und Hans Hartung und die Gruppe um Jean Bazaine und Alfred Manessier, die aus der Landschafts- malerei kam. Die deutsche Malerei zwischen 1945 und 1960 wurde von informellen Künstlern wie Emil Schumacher, Fred Thieler, Fritz Winter und Julius Bissier bestimmt. Fred Thieler drückte wohl den Inhalt der informellen Malerei am besten aus: Malen bedeutet für mich ein Erzeugnis zur Entstehung zu bringen, das, aus dem Malprozess entlassen, für den Betrachter wie den Maler selbst sich als Reflexion menschlichen Daseinserlebnisses darstellt.

In den USA rechnet man besonders den Abstrakten Expressionismus eines Mark Rothko, Robert Motherwell, Barnett Newman oder Clyfford Still zur informellen Kunst. Künstlergruppen, die sich der informellen Kunst verwandt fühlten, waren Cobra (eine Künstlergruppe abstrakter Maler aus Copenhagen, Brüssel und Amsterdam) oder die Münchner Gruppen SPUR und WIR..
Informel (frz.: art informel: informelle Kunst) ist eine künstlerische Stilrichtung, die sich 1945/46 in Paris im Rahmen der École de Paris als Gegenpol zur geometrischen Abstraktion bildete.
Sie spielte in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland eine große Rolle. Zu den Vertretern gehören u.a. die Mitglieder der Gruppe COBRA sowie Hans Hartung. Vor allem im Ausland bekannt ist der deutsche Künstler Emil Schumacher. Ein wichtiger Vertreter des Informel heutiger Zeit ist Dieter Borst.
Ergänzung:
COBRA: das ist eine um 1948/1949 gebildete Malergruppe, benannt nach den Anfangsbuchstaben der Hauptstädte der Herkunftsländer Dänemark, Belgien, Niederlande (Copenhagen, Brüssel, Amsterdam) der Mitglieder Asger Jorn, Karel Appel, Constant, Corneille, Pierre Alechinsky , Eugène Brands, Lucebert und Anton Rooskens.
Zu ergänzen sind folgende - entscheidenden - Künstler des (deutschen) Informel, die, neben Hartung oder Schumacher, von nicht minder internationaler kunsthistorischer Bedeutung sind: Karl Fred Dahmen, K. O. Götz, Gerhard Hoehme, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg, Fred Thieler und Hann Trier.
Entscheidend beigetragen zum Import des Informel nach Deutschland hat Hans Platschek zusammen mit dem dänischen Maler Asger Jorn; diese Zusammenarbeit fand hauptsächlich statt aufgrund einer darauffolgenden Initiative des Münchner Galeristen Otto van de Loo; er hat auch nachfolgende Künstlergruppierungen im Sinne der (später weiterentwickelten) Informel-Theorie wesentlich gefördert, als da wären: SPUR und später folgend WIR und Geflecht.


Informelle Kunst
Der Begriff leitet sich ab aus dem Französischen „Art informel“ und bedeutet formlos. Informelle Kunst ist also die Kunst der Nichtform, eine um 1945 in Paris entstandene europäische Kunstrichtung.
KünstlerInnen des Informel lehnten sowohl geometrische Formen als auch abstrakte Darstellungen von realen Gegenständen und überhaupt jede Art von konzipierter Darstellung ab.
Dafür erfanden sie, ihrer jeweiligen Stimmungslage entsprechend, Phantasiegebilde. Durch neu erfundene Zeichen sowie durch spontane Rhythmik von Linien und Farbflecken drückten
die KünstlerInnen ihre geistigenImpulse aus. Identitätssuche, Ängste und Hoffnungen sowie die Improvisation der Menschen nach dem 2. Weltkrieg fanden in dieser Kunstrichtung Ausdruck.

Ein Vertreter der bis etwa 1960 existenten Kunstrichtung war u. a. der im Pariser Exil tätige deutsche Maler Wols (Wolfgang Schulze).
Seine kriegsbedingte psychische Belastung äußerte sich in spontanen, eruptiven Farbschlägen, die Gestaltung blieb fragmentarisch. Amorphe Flecken lassen zwar oft das Motiv erkennen, die Bilder selbst vermitteln aber den Eindruck, als wären sie nicht fertig ausgeformt, sondern noch im Entstehen begriffen.

#7 2004-12-19 16:04:51

Uwe
Gast

Re: Informelle Malerei

@ Pavel Feierstein,

hier spricht wohl eher deine völlig Unkenntnis zur Informellen Malerei.

Oder willst Du etwa einem Bernhard Schultze, Hann Trier etc. Fachkompetenz absprechen?

Gruß

Uwe

#8 2004-12-28 13:53:18

Pavel
Forenmitglied
Ort: Berlin
Registriert: 2004-05-12
Beiträge: 178
Website

Re: Informelle Malerei

Uwe schrieb:

@ Pavel Feierstein,

hier spricht wohl eher deine völlig Unkenntnis zur Informellen Malerei.

Oder willst Du etwa einem Bernhard Schultze, Hann Trier etc. Fachkompetenz absprechen?

Gruß

Uwe

Warum nicht? Das tu ich durchaus.

Offline

#9 2004-12-28 20:08:06

Uwe
Gast

Re: Informelle Malerei

Zitat
Warum nicht? Das tu ich durchaus

@Pavel Feierstein

Das ist halt der kleine Unterschied, die von mir genannten Künstler kennt man seit 50 Jahren und Dich, "Pavel" mit verlaub kennen vielleicht deine Kumpel aus der Kneipe.

In diesem Sinne auch für Dich einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Gruß

Uwe

P.S. Feierstein passt eigentlich gut zu Dir:-)))
Stay coll.......

#10 2004-12-29 14:21:59

kunstzeichner
Neues Forenmitglied
Ort: Bremen
Registriert: 2004-12-29
Beiträge: 2
Website

Re: Informelle Malerei

Hm, fliesende ungewollte Malerei....

Gruss Marc

Offline

#11 2005-01-15 14:56:06

Uwe
Gast

Re: Informelle Malerei

Hallo,

hat hier jemand Zugang zum Auktionsregister artprice.com ??

Mfg
Uwe

#12 2005-03-13 10:48:57

pims
Neues Forenmitglied
Registriert: 2005-03-13
Beiträge: 2

Re: Informelle Malerei

"Das ist halt der kleine Unterschied, die von mir genannten Künstler kennt man seit 50 Jahren und Dich, "Pavel" mit verlaub kennen vielleicht deine Kumpel aus der Kneipe"

Was heißt das schon?
Nur weil man bekannt ist, kann man gut zeichnen und malen?
Ist Herr Dietmar Gross, oder Herr Yongbo Zhao, oder Herr Volker Stelzmann bekannt,
oder gar berühmt?
Nein?
Heißt das dass diese (sowie viele andere) "schlecht" sind?

"Das ist halt der kleine Unterschied, die von mir genannten Künstler kennt man seit 50 Jahren und Dich, "Pavel" mit verlaub kennen vielleicht deine Kumpel aus der Kneipe"

Diesen Satz finde ich deshalb echt dumm, oder zumindest sehr naiv.

Viele Grüße,
Pims

Offline

#13 2005-03-18 02:21:01

karana
Forenmitglied
Ort: Wien
Registriert: 2005-02-26
Beiträge: 51
Website

Re: Informelle Malerei

*schmunzel*
Irgendwie ist dieser Thread etwas abgeglitten...

Zurück zu Vinxtors Bitte um Meinungen, was Informelle Malerei betrifft:

Danke an Monimi, deine historische Zusammenfassung las ich mit Vergnügen... ganz so prall hätte ich das wohl nicht mehr im Kopf gehabt.

Informel hat für mich einen Aspekt der Kunst, der früher in Bildern fast ausschliesslich untergeordnete Funktion hatte, pur und klar hervorgestellt: und zwar die Spuren des Künstlers im Bild.

Bilder der klassischen Zeiten (ich verallgemeinere schamlos) sind häufig "glatt" gemalt. Der Pinselduktus ist oft kaum spürbar / erkennbar. Und wenn erkennbar, dann nicht willkürlich gesetzt, sondern zum Wohl der Abbildung planvoll und mit viel Raffinesse eingefügt.
Sieht man in klassischen Bildern getropfte Farbe, so sind diese Tropfen mit Sicherheit absichtsvoll eingefügt, genügen einer bildnerischen Funktion (= stellen etwas dar) und haben keinen "Selbstzweck".
Ebenso Kratzer in der Bildschicht: Rembrandt hat mit ein paar Schlägen seines Pinselendes meisterlich Locken aus der Malschicht gezaubert - aber eben absichtsvoll, in der Funktion, Locken darzustellen...
Hätte Rembrandt einfach gekringelt, weil ihm grade danach war, weil es ihm "richtig" erschienen wäre - vielleicht wäre er ein Informeller geworden... big_smile

Informel erhebt nun diese Markierung im Bild zum Ausdruck, der alleine genug ist, Bild zu sein. Kratzer in der Bildschicht stellen nun nicht dar, das hier Locken (oder irgendetwas anderes Haariges) vorhanden ist - sie zeugen von der (vergangenen) Anwesenheit dessen, der hier gekratzt hat. Es wird nichts vernebelt, geschönt, dichtgemalt oder glattgestrichen: die "Tat" des Künstlers bleibt offen und lesbar stehen. Die Energie eines heftigen Pinselstrichs, ein Klecks oder ein Farbschwung - all das wird ungeschminkt und ohne Umweg über bildnerisches Abbildenwollen ins Bild übernommen - diese Arbeiten wirken oft rituell, magisch, "alt" (siehe Lascaux *g*) und keineswegs unkomponiert!

Die Abkehr von der Komposition, wie sie in vielen Kunsthistorikbänden beschrieben steht,  bedeutet ja nicht einfach, absichtslos vor sich hinzuklecksen (was auch sehr kreativen Bild-Input fördern kann *g*), die Ablösung erfolgte hier von der (sic!) klassischen Komposition - die Leute sind ja wirklich im Atelier mit Zirkel, Reissbrett und Zentimeter angerückt! Da wurde gemessen, verworfen, konstruiert und berechnet.
Genau dieser Berechnung wollten sich die Informel-Künstler entziehen - zurück zum Urgrund der Bildnerei! Die Markierung als bleibende Spur.

Als direkte Vorfahren dieser Radikalität sehe ich DADA, und auch die expressiven Künstler gingen in ihrer Farbwelt schon ein gewisses Stück dieses Weges.  Selbst Art brut ist sicher verwandt, wenn auch von anderer Denkart. Die Selbstbestimmung der bildnerischen Elemente - doch das ist ja ein größerer Ansatz.
Seit Erfindung der Fotografie war der Druck des stringenten Abbildens ja von den Künstlern genommen - sie konnten also MEHR zeigen als die äußerlich sichtbare Welt, - im Grunde sind alle abstrahierenden Tendenzen und gänzlich abstrakten Ansätze dadurch erst in Gang gekommen. (Der Weg ist wohl auch noch nicht zu Ende.) Eigentlich sind seit 1900 (sogar noch etwas früher) partielle Emanzipationsversuche passiert... erst entzogen sich einige der verstaubten Altmeisterlichkeit, dann mischten manche sich ihre eigenen expressiven Farben zusammen, verformten ihren eigenen Gefühlsgesetzen nach die Dinge, die sie abbildeten, wieder andere komponierten vollkommen abstrakt und pfiffen auf erkennbare "Objekte". Sie alle konnten sehr gewiss sein, für diese Versuche angefeindet zu werden. Selbst in ihrer Zeit angefeindete Pioniere feindeten ihrerseits im Alter die nächste Generation an - das ist wohl der Lauf der Dinge.
(ein Echo von der Energie solcher Auseinandersetzungen konnte ich in diesem Thread lesen *g*)

Mit Nicht-Zeichnen-Können hat Informel - überhaupt alle über Abbildung hinausgehende Malerei -  wohl nix zu tun. Da steckt bildnerisches Wollen dahinter. Bzw bildnerisches Entziehen...
Zeige ich in allen Bildern bloss, "wie gut ich bin"? "Was ich alles kann"? Das wäre flache Kunst. Und es wäre eine Kunst, die permanent Schulterklopfen und Bestätigung braucht, weil sie sich aussen spiegeln möchte. Schwach und eitel.

Nebenbei (und abschliessend): Faszinierend fand ich, dass sich aus dieser abstrakten Form der Bildnerei sehr wohl auch wieder abbildende (soll heissen figurative) Tendenzen entwickelt haben.
Die Markierung, das Spontane blieb Teil der Kunst - doch beschrieb sie wieder, wenn auch losgelöst... (Künstlergruppe COBRA)

Grüsse aus Wien.
karana

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#14 2005-03-29 23:37:20

sandokani
Neues Forenmitglied
Ort: Sinalunga (Siena)
Registriert: 2005-03-27
Beiträge: 8
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Re: Informelle Malerei

ich fasse mir ganz kurz,  die informale Kunst ist in der 50 Jahre gebohren und hat nicht zu tun mit der abstrakte Kunst weil informale Betautet "ohne Gestaltung und formen" anders als abstrakte Kunst die auch formen und Gestaltung aufweisen kann. Ciao Antonio

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#15 2005-04-07 15:57:32

Pavel
Forenmitglied
Ort: Berlin
Registriert: 2004-05-12
Beiträge: 178
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Re: Informelle Malerei

Uwe schrieb:

Zitat
Warum nicht? Das tu ich durchaus

@Pavel Feierstein

Das ist halt der kleine Unterschied, die von mir genannten Künstler kennt man seit 50 Jahren und Dich, "Pavel" mit verlaub kennen vielleicht deine Kumpel aus der Kneipe.

Es stimmt nicht ganz. Aber auch das ist egal.

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#16 2005-05-10 02:23:30

PVC
Neues Forenmitglied
Registriert: 2005-05-10
Beiträge: 1

Re: Informelle Malerei

ich bin zwar erst 21 aber als ich zum ersten mal ein bild von Wols gesehen hab war ich für eine stunde weck...tiefen und abgründe der menschlichen seele taten sich mir auf  eine so direkte kommunikation auf der gefühlsebene habe ich vohrher noch nicht erlebt und ist denke ich eine der wichtigsten sachen bei der art informel

wenn Pavel damit nichts anfangen kann dann ist das seine sache obwohl seine kritik wenn überhaupt vorhanden nicht gerade sehr ausgefeilt schien
naja ich finde es eher schade für pavel
und die reaktion mancher anderer im forum (uwe) auf pavels "stammtisch" aussage fand ich etwas zu archaisch und testosteron überladen obwohl dies vielleicht zu einer stammtisch aussage passt.....naja     
schade für pavel schade für den plumpen entgegner die frage ist nur was ist disqualifizierender....
@pavel mmh....findest du ein schwarzes viereck vielleicht mahltechnisch schwierig?
nein es ist nicht schwierig aber wie bei eben jenem schöpfer Malewitsch ist das konzept entscheident und das hat es ultrakrass in sich wirklich schwerer stoff ...finde ich     und falls du es nicht bemerkt hast ist ca. seit dem expressionismus nicht mehr die handwerkskunst im traditionellen sinn primär entscheident für die kunst sondern das konzept die philosophie und das ergebnis b.z.w. die wirkung
*böse*böse*böse* ich weiß aber so ähnlich wie deine erste aussage waren auch die texte in der nazi broschüre über die ausstellung der sog. "Entarteten kunst"
nimms nicht so schwer tut mir auch leid aber... deine aussage war einfach soooo plump und gefährlich
@uwe es gab viele große künstler die alte meister kritisierten und radikal neues schufen und zu iherer zeit unbekannt waren das ist sogar fast dem künstler eigen
also ist deine kritik an pavel recht engstirnig und kleinbürgerlich
_ok das war jetzt ne große klatsche aber wie ich finde eine gerechtfertigte_   
achja und
Die werke von tapir jetzt mal abgesehen von ihrer geradezu mystischen wirkung  finde ich ausgesprochen schön...
mehr bekomm ich jetzt nicht hin
p.s. ich würde mich freuen wenn pavel seine meinung ein bischen detaierter ausführen könnte
ich hoffe hier endet der disput und wir besinnen uns auf den eigentlichen gegenstand deer diskusion
vielen dank an karana sehr schön geschrieben sehr schöner inhalt
solltest lehrer werden (falls das nicht verschwendung währe)...ein bischen zuviel honig aber ich meine es so

Beitrag geändert von PVC (2005-05-10 02:52:10)

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#17 2005-05-10 12:35:22

Pavel
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Registriert: 2004-05-12
Beiträge: 178
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Re: Informelle Malerei

PVC, entschuldige, vor 20 Jahren hätte ich mich auf diese Diskussion eingelassen, jetzt aber... Solange Du glaubst, daß das Konzept - das Entscheidene in der Malerei ist, hat es keinen Sinn für mich. Ich habe lediglich meine Meinung zum Informellen geäußert, mehr nicht. Und diese Meinung beruht auf meiner Erfahrung. Nicht auf der fremden. Und diese Meinung ist: wenn jemand tatsächlich Malen und Zeichnen kann, dann gibt er sich nicht für das Informelle oder Abstrakte her.
Aber jeder kann darüber natürlich eigene Meinung haben. Die Hauptsache - die Meinung ist begründet und erlitten.

Beitrag geändert von Pavel (2005-05-10 12:36:40)

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#18 2005-05-10 14:50:47

Vinxtor
Forenmitglied
Registriert: 2004-10-06
Beiträge: 72

Re: Informelle Malerei

Pavel schrieb:

Und diese Meinung ist: wenn jemand tatsächlich Malen und Zeichnen kann, dann gibt er sich nicht für das Informelle oder Abstrakte her.

Das ist ein wirklich interessante Meinung.
Wie kommst du dazu, und was ist "tatsächlich malen und zeichnen"?

Grüße
Vinxtor

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#19 2005-05-11 17:23:30

Pavel
Forenmitglied
Ort: Berlin
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Re: Informelle Malerei

Nimm dir als leuchtendes Beispiel Velazquez oder Delacroix, dann verstehst du was ich unter "tatsächlich malen und zeichnen können" verstehe. Zumindest die Richtung.

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#20 2005-05-11 20:00:59

Vinxtor
Forenmitglied
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Beiträge: 72

Re: Informelle Malerei

Ja aber die sind doch schon so alt das sie verstaubt sind.
Was ist mit Schiele oder Picasso? Wo ist die Grenze, wo ist dein Maß?
Zeichnen wie die Akademikern? Das können doch sehr viele auch heutzutage und ist das noch Kunst heutzutage?
Ein gutes Portrait, ein gutes Stück Aktmalerei ist solides Handwerk, unbestreitbar.
Du meinst aber das diejenigen die das können, nie informell malen werden. Warum nicht?

Grüße
Vinxtor

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