Home  |  Galerie  |  Forum  Registrieren  |  Anmelden  

Sie sind nicht angemeldet.

#1 2010-12-30 15:43:24

arte60
Forenmitglied
Registriert: 2006-12-30
Beiträge: 91

Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Da in diesem Forum von den “wahren Kunstverteidigern” des öfteren die Behauptung aufgestellt wurde, das Ausstellung über moderne Kunst am völkischen Interesse vorbeigeht, habe ich mir einmal die Mühe gemacht das Thema zu untersuchen, da mir Fakten eher liegen als dummdreiste Behauptungen.

Für jeden einsehbar sind die Daten und Erhebungen des Instituts für Museumsforschung.

http://www.smb.museum/ifm/index.php?ls= … e=ja&tf=ja

Die Ergebnisse für das Jahr 2009 liegen seit langem vor und ergeben kurz zusammengefasst folgende Ergebnisse:
Besucheranzahl für 6.256 Museen allen Sparten: 106.820.203 Besuche mit einem Zuwachs von 1,9% im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs ist offensichtlich den Sonderausstellungen die im Jahr 2009 durchgeführt wurden zu verdanken. Unter anderen waren dabei die erfolgreichsten Ausstellungen „Marc, Macke, Delaunay“ im Sprengel Museum in Hannover“ und „Annie Leibovitz – A Photographer’s Life. 1990 – 2005“ im ehemaligen Postfuhramt Berlin. Nun könnte man annehmen das sich diese Zahlen hauptsächlich durch Touristengruppen ergeben, die Statistik zeigt aber: in Museen über 75% Einzelbesucher, in Ausstellungshäusern über 90%.
Des weiteren ergibt sich aufgrund der Erhebungen in den letzten 10 Jahren das die Entwicklung der Besuchszahlen keine gleichmäßige Zu– oder Abnahme über die Jahre hinweg darstellt, sondern es kommt durch Sonderausstellungen zu starken Schwankungen.
Ein Beispiel für eine deutliche Zunahme der Besucherzahlen: Sonderausstellung Museum Frieder Burda, Baden–Baden „Der Blaue Reiter“.
Ein weiteres Ergebnis dieser Erhebung ist: Oft zeigt sich ein Absinken der Besuchszahlen in den Museen als Folge einer Besuchszahlensteigerung aufgrund besonderer Besuchsanlässe im Vorjahr. Eine Reihe von Museen hatte durch große Sonderausstellungen im Jahr 2008 außergewöhnlich hohe Besuchszahlen, die im Jahr 2009 dann wieder auf das durchschnittliche Niveau zurück?elen. Aber nicht nur die Attraktivität von Sonderausstellungen hat Ein?uss auf die Besuchszahl, auch die Anzahl der Sonderausstellungen wirkt sich aus. Weiterhin führt die Schließung von Ausstellungsräumen oder die Einschränkung von Öffentlichkeitsarbeit in der Regel zu einer Abnahme der Besuchszahl.

In der Financial Times gibt es übrigens wie jedes Jahr ein Besucherranking der beliebtesten Kunstmuseen der Welt. Da steht auf Platz 7 das Centre Pompidou Paris mit 3.530.000 Besuchern, Platz 6 die National Gallery of Art Washington mit 4.605.606 Besuchern, Platz 5 die Tate Galerie London mit 4.747.537 Besuchern, Platz 3 das Metropolitan Museum of Art New York mit 4.891.450 Besuchern. Ich habe hierbei nur die Museen herausgegriffen die auch Ausstellungen über aktuelle, oder auch von einigen als sogenannte Anti betitelte Kunst ausstellen.

Natürlich gibt es auch genaure Untersuchungen über das Besucherprofil von Museen oder Ausstellungshäuser. Dazu die Untersuchungen von Tanja Laukner und Bernd Wagner:

http://www.amazon.de/Besucherbindung-Mu … 546&sr=8-8

http://www.amazon.de/Jahrbuch-f%C3%BCr- … 710&sr=1-1

Bei Laukners Umfrage zeigt sich, dass die größte Gruppe der Wiederbesucher zwischen 60 und 69 Jahre alt ist (31,4 %). Die Gruppe der über 50jährigen macht insgesamt 65,5 % der Besucher aus. Die Wiederbesucher verfügen insgesamt über ein hohes Bildungsniveau – 39,7 % haben einen Hochschulabschluss – und kommen aus dem Museumsort oder der näheren Umgebung (68,2 %). Des Weiteren kann festgestellt werden, dass die Mehrheit der Befragten verheiratet (54,9 %) ist. Etwa ein Drittel besuchten das Museum mit ihrem (Ehe-)Partner und etwa ein Viertel mit Freunden/Bekannten. Demnach sind Museumsbesucher „formal überdurchschnittlich gebildete Menschen mit gehobenen Einkommen, die sich mit großer Eigenmotivation für kulturelle Themen interessieren, in Freundeskreisen oder Fördervereinen von Museen aktiv sind oder zumindest die jeweils aktuelle, in Presse- und Öffentlichkeit viel besprochene Sonderausstellung sehen wollen.

Zur Museumsrezeption:
Eine Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr 2004 ergab, dass 35 Prozent nie ins Museum und weitere 46 Prozent maximal ein Mal pro Jahr ins Museum gehen. Demnach besucht nur jeder Fünfte mehrmals pro Jahr ein Museum. Zwei Studien, die außerhalb von Kultureinrichtungen (z.b. auf der Straße) durchgeführt wurden (so genannte Nichtbesucherstudien), ergaben, dass sich mehr als ein Drittel der Befragten zu Kunstmuseen hingezogen fühlt, dass sich zwischen 20 und 25 Prozent aber auch für Naturkundemuseen, technische Museen und kulturgeschichtliche Museen interessieren. Hinsichtlich der Wiederbesuchshäufigkeit wiegt der Faktor Bildung am stärksten. Die meisten regelmäßigen Besucher weisen Kunstmuseen mit 60 Prozent auf, vor Kulturgeschichtsmuseen mit 40 Prozent, Naturkundemuseen mit 30 Prozent und Freilicht- und Technikmuseen mit rund 20 Prozent.

Zur Bildung:
Museumsbesucher sind überdurchschnittlich gut gebildet. Bei einer 1996 durchgeführten Befragung verfügten 80 Prozent über Abitur und der Akademikeranteil lag bei 45 Prozent – im Vergleich zu einem Anteil von zehn Prozent in der Bevölkerung. Weiter zeigte sich, dass sich unter den Akademikern doppelt so viel Geistes- und Sozialwissenschaftler wie Naturwissenschaftler und Ingenieure befanden. Vor allem in Kunstmuseen ist der Anteil an Besuchern mit Hochschulabschluss besonders hoch, in Freilichtmuseen vergleichsweise gering.

Das bedeutet im Klartext, das kulturelle Interesse geht einher mit steigendem Bildungsgrad!

Offline

#2 2010-12-30 16:08:06

Ferich
Forenmitglied
Registriert: 2010-05-29
Beiträge: 433

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

dazu möchte ich anmerken;
Vielfalt der Museen

Wenn in Politik, Medien und Öffentlichkeit die Rede von Museen ist, wird zumeist an große Kunstmuseen gedacht. Reine Kunstmuseen machen aber nur etwa 10 Prozent aller Museen aus. Über die Hälfte aller Museen sind kleine Einrichtungen mit weniger als 5.000 jährlichen Besuchen. Kennzeichnend für die heutige Museumslandschaft ist eine Vielzahl von Museumstypen, Größen und Trägerschaften.

http://www.museumsbund.de/de/das_museum … er_museen/

Offline

#3 2010-12-30 21:14:43

Osian
Forenmitglied
Registriert: 2010-05-29
Beiträge: 119

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

"Unter anderen waren dabei die erfolgreichsten Ausstellungen „Marc, Macke, Delaunay“ im Sprengel Museum in Hannover“

Warum wohl? Die meisten kennen diese Maler aus ihrer Schulzeit, auch wenn's schon 30 Jahre her ist. Steht in der Studie auch etwas darüber, ob Besucher Museen bevorzugen, die sich durch interessante Bauten hervortun, die eine "Eventkultur" aufgebaut haben: gemütliche Cafes, Buchershops, digitale Rundgänge usw. (ich denke da z.B. an das Neandertal-Museum in Metman(?)

So etwa in den 70er Jahren sind zahlreiche Heitmatmuseen eröffnet worden, oft ehrenamtlich geführt, die auch die Möglichkeit zur habtischen Teilhabe an den Objekten boten (zum Anfassen), aber nicht jeder Wasserkessel, oder Traktor muss für die Ewigkeit erhalten werden.

Offline

#4 2010-12-30 22:09:55

arte60
Forenmitglied
Registriert: 2006-12-30
Beiträge: 91

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Osian,
schon seit einigen Jahren wird über das Thema „Eventkultur“ im Museum diskutiert. Es geht dabei um zwei verschiedene grundsätzliche Einstellung, zum einen ob man diese Eventkultur auch in das Kunstmuseum aufnimmt und damit das Konsumverhalten des Besuchers unterstützt, was vielerorts schon geschehen ist, oder ob man sich auf das reine präsentieren der Werke beschränkt. Man mag darüber denken wie man will, Tatsache ist jedoch das viele Museen durch fehlende Gelder gar keine Gelegenheit dazu haben sich an der Eventkultur zu beteiligen und eher nur ums Überleben kämpfen. Die Besucherzahlen vor allem im Tourismusbereich steigen bei gut organisierten Sonderausstellungen und eingebundenen vielfältigen weiteren kulturellen Angeboten, dazu gehört natürlich auch ein attraktiver Museumsbau, wie z.b. das Gugenheim Museum in Bilbao. Besucherzahlen und Eintrittsgelder reichen aber in vielen Fällen nicht aus. Durch die Kürzungen im Kulturbereich und den vielfältigen Unterhaltskosten wie Restauration, Marketing, Personal ect. die ein Museum oder Ausstellungshaus aufbringen muss, werden zwangsläufig viele Aktionen gekürzt oder ganz gestrichen und das vor allem im Bildungsbereich z.b. Museumspädagogik, Führungen etc. Sieht man die Museen oder Ausstellungshäuser als Teil des kulturellen Erbes einer Gesellschaft, kann man sich nur wundern, das immer dann, wenn von der Politik Kürzungen im Staathaushalt als nötig empfunden werden, der Kulturbereich der Erste ist in dem gekürzt wird.
Grüße

Offline

#5 2010-12-30 22:49:46

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

arte60 schrieb:

Da in diesem Forum von den “wahren Kunstverteidigern” des öfteren die Behauptung aufgestellt wurde, das Ausstellung über
moderne Kunst am völkischen Interesse vorbeigeht, habe ich mir einmal die Mühe gemacht das Thema zu untersuchen, da mir
Fakten eher liegen als dummdreiste Behauptungen.

Der Link verweist auf nutzlose Fakten, die weder etwas über die Kunst, noch die sogenannte „Moderne Kunst“ aussagt. Die 10 %
Kunstmuseum fassen auch noch Architektur, Kunsthandwerk, Keramik, Kirchenschätze und kirchliche Kunst, Film, Fotogra?e zu-
sammen.

Aussagefähig wäre die Statistik wenn:

--- Klassische Kunst und moderne „Kunst“ getrennt wären.
--- Zufriedenheitsangaben der Besucher gemacht würden.
--- Kosten- und Einnahmen gegenüber gestellt werden.
--- nur zahlende Besucher aufgeführt werden.
     und weitere.

arte60 schrieb:

Sieht man die Museen oder Ausstellungshäuser als Teil des kulturellen Erbes einer Gesellschaft, kann man sich nur wundern, das
immer dann, wenn von der Politik Kürzungen im Staathaushalt als nötig empfunden werden, der Kulturbereich der Erste ist in dem
gekürzt wird.

Die Kanadier strichen 40% des Kunstetats und begründeten dies mit dem Argument, dass die Kanadier an Kunst nicht interessiert
sind. Bei dem Schund der A-K kein Wunder. In Anbetracht dessen kann Kunst am Bau auch hier sofort ersatzlos gestrichen werden.


--- Allein die Ästhetik ist der Weg, das Ziel und der Schlüssel zum Geist und zum Herzen des wahren Kunstliebhabers!  Armageddon

Offline

#6 2010-12-31 00:45:27

arte60
Forenmitglied
Registriert: 2006-12-30
Beiträge: 91

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Wie schon so häufig, haben Sie sich auch dieses mal offensichtlich den verlinkten Beitrag nicht angesehen oder nicht verstanden. Das zeugt von Ignoranz und bestätigt letztendlich meinen Satz: das kulturelle Interesse geht einher mit steigendem Bildungsgrad!

Nochmals für Sie: Das Institut für Museumsforschung hat auch Ausstellungshäuser angeschrieben, die zwar keine eigenen Sammlungen besitzen, aber überwiegend nichtkommerzielle Ausstellungen musealen Charakters zeigen. Von 486 Ausstellungshäusern sandten 347 den Fragebogen zurück (71,4 %). Davon haben 308 Ausstellungshäuser für das Jahr 2009 insgesamt 6.422.298 Besuche gemeldet (gegenüber 6.185.463 in 2008). Diese Zahl ist in der Gesamtbesuchszahl der Museen nicht enthalten. Etwa 88 % aller Sonderausstellungen der Ausstellungshäuser waren Kunstausstellungen.
Auch für das Berichtsjahr 2009 wurde ermittelt, wie viele und welche Sonderausstellungen
von den Museen und Ausstellungshäusern durchgeführt wurden. Die Anzahl der gemeldeten
Sonderausstellungen der Museen in 2009 ist mit 9.272 um 127 Ausstellungen höher als im
Vergleichsjahr 2008. 33,7 % aller von den Museen gezeigten Sonderausstellungen waren Kunstausstellungen.
Zu diesen Sonderausstellungen mit großem Besucherandrang gehörten z.b.:
„Amedeo  Modigliani“  in  der  Bonner  Kunst–  und  Ausstellungshalle  der  Bundesrepublik
Deutschland oder  ”Annie Leibovitz – A Photographer’s Life. 1990 – 2005“ im ehemaligen Postfuhramt Berlin.

Da Sie jedoch des öfteren behauptet haben, das Kunstausstellungen moderner Kunst kein Interesse in der Bevölkerung erzeugt und Ausstellungen deshalb leer stehen würden, sind Sie gefordert Ihre Behauptung mit Fakten zu belegen. Ansonsten bleibt es nur bei einem sinnlosen Gewäsch auf das es sich nicht einzugehen lohnt.

Ihre angebliche Information zum kanadischen Kunstetat entbehrt solange jeglicher Grundlage bis Sie fähig sind diese Information eindeutig zu belegen. Dazu gehört auch die Begründung, das die Kanadier nicht an Kunst interessiert wären.

Noch etwas Grundsätzliches zu Ihrer Vorgehensweise: Wenn Sie schon Meinungen vertreten die nicht belegbar sind, sondern eher auf Gefühlsduselei beruhen, dann geben Sie sich wenigstens den Anschein als hätten Sie Ahnung von der Thematik, damit könnten Sie unter Umständen mehr Erfolg haben.

Offline

#7 2010-12-31 13:53:47

niwatoriah
Gast

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Irgendwie sehe ich das ganze mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Auf der einen Seite versucht jemand mit Ignoranz den Sachverstand zu beeinflussen, umgekehrt einer mit Sachverstand die Ignoranz. Meine problemorientierten und zum Teil retourkutschenmäßigen Ansätze werden absolut ignoriert. Macht nix, denn wenn diese Welt eines zeigt, dann gewiss, dass der Sachverstand nichts zu bedeuten hat. Das ist durch Konrad Lorens (Verhaltensforscher) wie durch neueste biologische Forschungen bestätigt, indem man eindeutig nachweisen konnte, dass der Impuls zu einer Handlung vor dem Gedanken daran da ist. Das Leben der Menschen wird durch ihre Triebe bestimmt, den Sachverstand setzen sie nur ein, um das ganze edel erscheinen zu lassen. So erklären sich die vielen ergenislosen Umwelttagungen, die in der Tat mehr dem Geltungsdrang, der Fressucht und der Hurerei Votrieb leisten.

Insofern geht das Neue Jahr an, wie das alte aufhörte. Die gestaltende Kraft des Faktischen siegt so oder so, und dass die "Gebildeteren" mehr ins Museum gehen, sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität der Exponate aus. Denn aus meiner eigenen Lebenserfahrung kann ich nur sagen, dass die sogenannte Bildung auch immer eine Art von Missbildung bedeutet. Genauso, wie im Mittelater Generationen von Gebildeten die Erde für ne Platte hielten und Hexen für real, so haben die Menschen heute eine Sicht, die jeden 6. auf dem Globus arm macht und die Welt aus den Fugen geraten lässt.

Das sieht man z.B. im Penny-Markt, wenn die BWLer aus der Zentrale den 400-Euro-Kräften die Leviten lesen und zeigen, was sie alles vernachlässigen. Und das sieht man auch, wenn ein Herr Lüppertz berichtet, dass er sich nach seiner Fremdenlegionärszeit entschieden hat, erfolgreich zu sein und in Nomadenkleidung an seinem Gips-Herkules werkelt. Wobei die Pose das alles entscheidende ist, sowohl bei Herrn Lüppertz als auch bei den BWLern, ja sogar George W. Bush und Konsorten wissen, dass der Mensch nur die Pose wahrnimmt, weiter nichts.

Also, meine Lieben, es ist schon putzig.

Mit besten Grüßen,

Andreas Hahn

#8 2010-12-31 15:06:34

Ferich
Forenmitglied
Registriert: 2010-05-29
Beiträge: 433

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

da möchte ich Herrn Hahn voll zustimmen, so ist es ...und Bildung kann manchmal die sozialen Kompetenzen außer acht lassen und nicht jeder hatte das Glück in der Biografie gebildete Eltern zu haben, die ihren Kindern Bildung ermöglichten und die Gesellschaft zieht daraus den Schluss, wer nichts hat ist nichts!
Herzensbildung wird nicht an den Schulen gelehrt - u.a. das Resultat zb. von Vorverurteilung. Die Geschichte der Statistik, ist eine Geschichte der Missverständnisse. Sie hat uns geholfen, Überblick zu gewinnen, aber sie leugnet die Variation. Sie hat uns die Welt entfremdet.
Auch ich wünsche allen Lesern ein gutes Gelingen für das "Neue Jahr 2011" und darüber hinaus,
mit besten Wünschen Ferich silvester-smilie-4.gif

Offline

#9 2010-12-31 15:06:59

arte60
Forenmitglied
Registriert: 2006-12-30
Beiträge: 91

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Andreas,
da haben Sie sicherlich recht und eigentlich ist mir auch klar das sich durch Sachbezogenheit vieles nicht ändern lässt, da der Mensch leider zu oft in seiner Triebhaftigkeit gefangen ist und es vorzieht mit dem Kopf immer wieder gegen die gleiche Wand zu rennen, weil er die Tür nicht erkennen will.
Aber eine Sache stört mich doch ganz gewaltig. Da spielt einer in über 400 Beiträgen den großen Ankläger und vergisst dabei völlig das ihm als Ankläger die Beweisführung obliegt und nicht dem Angeklagten. Im Gegenteil, er fordert auch noch von den Angeklagten das sie ihre vermeintliche Schuld beweisen sollen. Offensichtlich handelt es sich bei ihm um einen Menschen, der selbst die einfachsten gesellschaftlichen Regeln noch nicht begriffen hat.
Selbst Helmut Markwort hat früh erkannt, was zählt sind: Fakten, Fakten, Fakten.
Vielleicht habe ich mich aber auch getäuscht und wir bewegen uns in diesem Forum auf Bildzeitungsniveau und wenn dem so ist, dann schaue ich mir doch lieber einen 20 Minuten dauernden Werbeblock im Fernsehen an, da weiß man aus Erfahrung das gelogen wird und manchmal ist Werbung sogar spaßig.
Grüße und Guten Rutsch

Offline

#10 2010-12-31 16:54:49

niwatoriah
Gast

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Nun nähern wir uns einer interessanten Seite der Betrachtung: die Welt des aufgeklärten Brügertums, des Citoyen, mit "Habeas Corpus Akte", Demokratie und der Beweislast beim Ankläger. Jedoch wissen wir spätestens seit George W. Bush, dass es gerade die halbgebildeten und rechtgläubigen Menschen sind, die sich nach dem festen gefüge des Mittelalters zurücksehnen, wo es für alles ne Autorität und ne wahre Auslegung gab. Sie nennen sich auch Kreationisten, denn sie glauben, in Gottes Wort sei alles festgelegt und alles von Anfang an so gewesen, wie´s jetzt ist. allein es gibt den bösen Teufel, der immer wieder des Menschen Geist verwirrt und der in einer letzten Schlacht der Guten gegen das Böse auf immerdar geschlagen werden muss.

Der Herr A. gehört aus meiner Sicht zu dieser Sorte hausbackener Grützwurstpasteten. Und das zeigt, was auch große Geschichtsforscher bestätigen, dass die menschliche Geschichte eine Pendelbewegung ist. Das ganze westliche Individualitätsgedröhne soll nur vertuschen, dass die Menschen wie die Lemminge hinter Adolf, hinter George W. etc. hinterher laufen. Und wenn dasnn das System gescheitert ist, haben´s wiederum alle vorher gewusst. Also, das verquaste Zeug, was schon Hitler und Stalin, nun auch George W.  benutzen, das liegt in einem morphogenetischen Feld bereit. Und wenn die aufgeklärten Menschen vor lauter Egohudelei abgeschlafft und saturiert sind, weil´s nix mehr zu kämpfen gibt, dann kommen solche Kreaturen wie der herr A. aus ihren Rattenlöchern gekrochen und quarken ihr ewig wahres schönes daher, natrülich mit gebührendem Entrüstungsabstand zu ihren Vorbildern. Wie kann man Kongruenz am besten vertuschen? Indem man behauptet, es sei keine.

Deshalb, lieber arte60, sei heir von meiner Seite für die Inmformation sowie die Bloßstellung des Herrn A. aus fachkundigem Munde gedankt. Nun bin ich aber a) "gebildet" und b) interessiert, insofern liegt eine entsprechende Prädisposition vor.

Wirklich künstlerische und handwerkliche Fragen sollt man von Mann zu Mann individuell und konkret besprechen/bearbeiten. Und dazu stehe ich auch jedem gegenüber offen. Die generelle Debatte aber, welches Bild zu welchem Grad Kunst sei oder nich sowie zu wieviel % es handwerklich gelungen ist oder nicht, ist unentscheidbar und somit eine Luftnummer.

Grüße an alle Künstler, denn die Kunst fängt im Herzen an.

Andreas

#11 2010-12-31 17:17:15

arte60
Forenmitglied
Registriert: 2006-12-30
Beiträge: 91

Re: Kunstmuseen und Ausstellungsbesucher

Danke Andreas,
wenigstens einer der was begreift! Auf gute Zusammenarbeit im neuen Jahr!!!

Offline

Fußzeile des Forums

 
Artring.com | Artring.de