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#1 2010-09-17 00:02:07

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Die schönen Künste.

Da behauptete unser Forumsmitglied Inge doch glatt; statt realistisch zu malen, nehme man doch besser einen Fotoapparat.
Das ginge schneller und besser. Nur ist da ein kleines Problem. Wie nimmt man die Fantasie auf, wie die Träume, das Leid, die
Freude, das Glück, den Schmerz, die Vergangenheit?  Wie das Überirdische, den Höllensturz, oder gar den Sturz des Phaeton?
Und könnte man selbst all dies mit viel Technik ablichten; was wäre das Foto gegen die Ästhetik des Gemäldes?
Ein Kunstwerk liebevoll von Hand geschaffen, an dessen Entstehung der Künstler Freude, Glück und Stolz, Schmerz und Leid
mit jedem Pinselstrich durchlebte? Wie recht Inge doch hatte.

Amor und Psyche ist ein antikes Märchen.

Psyche ist die Tochter eines unbekannten Königs. Sie ist so schön, dass alle aufhören, Venus, die Göttin der Schönheit und
der Liebe, zu verehren. Verärgert ruft Venus ihren Sohn Amor und befiehlt ihm, Psyche dazu zu bringen, sich in einen schlech-
ten Mann zu verlieben. Der Vater schickt seine Tochter – wie das Orakel des Gottes Apollon ihm befohlen hat – ein Brautkleid
tragend, an eine einsame Bergspitze, auf welcher sie einen furchtbaren Dämon heiraten soll. Doch anstatt des Dämons wird
sie von Zephyr, dem Herrn der Winde, auf Anweisung Amors, der selbst der überirdischen Schönheit Psyches erliegt, in ein mär-
chenhaftes Schloss gebracht. In diesem Schloss sucht ihr Gatte sie Nacht für Nacht auf, doch tagsüber verschwindet er, ohne
dass sie ihn je zu Gesicht bekommt. Da sich Psyche so einsam fühlt, gewährt er ihr einen Besuch von ihren Schwestern. Amor
warnt sie aber, sie dürfe sich nicht von ihnen verleiten lassen herauszufinden, wer er sei. Die Schwestern, zuerst froh, Psyche
wohlbehalten vorzufinden, sind schnell vom Neid verzehrt. Bei einem weiteren Besuch gelingt es ihnen, das naive Mädchen da-
von zu überzeugen, dass sie eine Schlange geheiratet habe, die ihr wegen ihrer furchtbaren Gestalt nie bei Tageslicht gegenü-
bertrete und die die nun Schwangere verschlingen werde. Aus Angst um ihr ungeborenes Kind und um sich selber befolgt sie
den Rat ihrer Schwestern und wartet in dieser Nacht mit einer Öllampe und einem Messer auf ihren Mann.
Als sie ihren Geliebten beleuchtet, erblickt sie kein Ungeheuer, sondern den schönen Körper des geflügelten Amor. Psyche – von
Liebe zu ihrem göttlichen Gatten überwältigt – merkt nicht, wie ein Tropfen des heißen Öls auf Amors Schultern fällt. Der Gott,
der seiner Mutter ungehorsam gewesen ist, fühlt sich betrogen, fliegt davon und lässt Psyche untröstlich zurück.
Venus, voller Wut darüber, dass ihr Sohn ihre Befehle missachtet hat und stattdessen mit Psyche ein Kind gezeugt hat, macht
sich auf die Suche nach dem Mädchen. Psyche muss verschiedene lebensgefährliche Aufgaben für die Göttin erledigen. Dank der
Hilfe von Ameisen, sprechenden Schilfrohren oder Türmen gelingt es ihr, sie zu lösen. Bei der letzten Aufgabe lässt sie sich aber
von dem Wunsch, ihren Geliebten zurückzuerobern, überwältigen. So öffnet sie das Kästchen, das eine Schönheitssalbe der Pro-
serpina, der Gemahlin des Pluto, enthielt. Sie trägt die Salbe auf, welche eigentlich für Venus bestimmt war, und fällt in einen to-
desähnlichen Schlaf.
Amor, der sich inzwischen von seiner Verbrennung erholt hat, eilt ihr zur Rettung. Da er Psyche immer noch liebt, scheucht er mit
seinen Flügeln ihren Schlaf wieder in das Kästchen zurück. Während Psyche das Kästchen abliefert, fliegt Amor zu Jupiter und er-
langt die Erlaubnis, Psyche zu heiraten. Der oberste Gott hat Nachsicht und macht Psyche unsterblich.
Psyche gebiert Amor eine wunderschöne Tochter, welche den Namen Voluptas (Wollust) erhält.             Quelle : Wikipedia

Gruß Armageddon

Anhang : Amor und Psyche  2 x William Adolphe Bouguereau, Pereira da Silva,   Seignac_Guillaume


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--- Allein die Ästhetik ist der Weg, das Ziel und der Schlüssel zum Geist und zum Herzen des wahren Kunstliebhabers!  Armageddon

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#2 2010-10-30 15:21:08

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

Die verlorengegangenen Fähigkeiten der bildenden Künstler.

Als die bildende noch die literarische Kunst ergänzte oder begleitete, war die Welt der Kunst noch in Ordnung.

Der Erlkönig.
Bei Nacht und Sturm reitet ein Vater, seinen kleinen Sohn im Arm, durch einen dunklen Wald. Das Kind glaubt in der Finsternis die Gestalt des Erlkönigs zu erkennen und ängstigt sich. Der Vater beruhigt seinen Sohn (was er sehe, sei nur ein Nebelstreif), doch die gespenstische Gestalt lässt das Kind nicht mehr los. Mit verführerischen Worten bittet der Erlkönig den feinen Knaben, mit in sein Reich zu kommen und sich dort von seinen Töchtern verwöhnen zu lassen. Das Kind jedoch wird immer unruhiger. Wieder bemüht sich der Vater, seinen Halluzinationen natürliche Erklärungen zu geben (es sei nur das Rascheln der Blätter und der Widerschein der alten Bäume). Doch die Vision wird immer bedrohlicher und der Sohn reagiert immer panischer. Als der Erlkönig das sich sträubende Kind schließlich mit Gewalt an sich reißen will, verliert auch der Vater seine Fassung und versucht, so schnell er reiten kann, den heimatlichen Hof zu erreichen. Doch zu spät - das Kind in seinen Armen ist tot.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind. -

„Willst feiner Knabe du mit mir gehn ?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Kurze tiefenpsychologische Betrachtungen dazu siehe Wikipedia: Erlkönig

Anhang:                  Illustration von Sterner          Erlkoenig_Jena_Fotograf_Lofor            Der Erlkönig Moritz von Schwind in Farbe


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Beitrag geändert von Armageddon (2010-10-30 15:25:07)


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#3 2010-11-01 19:59:03

Kunstdozent-München
Forenmitglied
Registriert: 2010-11-01
Beiträge: 103

Re: Die schönen Künste.

Ich gebe Inge völlig recht, realistische malerei ist überhaupt nicht mehr nötig. Eigentlich ist es auch unnötig hier zu antworten, da in Deinem Text mehrere Denkfehler enthalten sind.

Viele Grüße

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#4 2010-11-02 00:14:56

niwatoriah
Gast

Re: Die schönen Künste.

Ja, lieber Kunstdozent,

In einem Geist zu sein gefangen, als Goethe noch und Schiller waren,
ist Armageddons großer Traum, entsprechend tut er sich gebaren,
und alles, was danach entstanden, das ist für ihn degeneriert!
Habt ihr´s bemerkt, ihr tumben Teppen, wie schön den Erlkönig er rezitiert?

Und dann noch, süßlich obendrein, gießt griechischer Mythen perlend Wein
er aus der güldenen Amphore von Amor und Psyche uns in´s Gemüte hinein!
Oh, wie es mich im innersten durchschauert, wie´s mich mitreißt, wie´s mich rüttelt -
denkt er, und versteht es nicht, dass ich vor Lachen mich geschüttelt.

Ja, nun hab ich ob all der Schöne bergessen, was ich eigentlich sagen wollte, aber der Kunstdozent wird mich gewiss tiefenpsychologisch verstehen!

#5 2010-11-02 00:34:51

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

Hallo Andreas,

Schief singen, hölzern dichten:  http://www.zeit.de/2004/07/Kunstdilettantismus

Auf Biegen und Brechen versuchst du ja wirklich alles, um in die Gehaltsliste der Anti-Kunstmafia aufgenommen zu werden.

Gruß Armageddon


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#6 2010-11-03 00:41:00

Kunstdozent-München
Forenmitglied
Registriert: 2010-11-01
Beiträge: 103

Re: Die schönen Künste.

@niwatoriah

Bitte, hochgeachtet, spreche er mich nicht mit Kunstdozent an. Ein vorzüglicher G.Dicht durchströmte meine Bahnen. Kam´s von Ihnen Sir. Bin ich so schnell doch nicht zu beeindrucken, hat er´s doch geschafft. Wahrlich einen guten Zweck verfolgt sein Gedanke.


War da noch wer? Ein Knecht wärs gewesen, zu Zeiten des Herrn Goethe.

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#7 2010-11-03 01:20:00

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

Oh je! Ich sag nicht was ich denke.


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#8 2010-11-03 08:45:25

niwatoriah
Gast

Re: Die schönen Künste.

Oh, edler Earl, wie tat ich mich verrennen,
Ihn einen Kunstdozent zu nennen?
Oh wie muss der Stachel schmerzen
in so hochwohlgebornem Herzen!
Drum beug gar artig ich mein Knie
und hoffe, dass er mir verzieh.
Was jenen andern Herrn betrifft:
wär´s möglich, dass er nur bekifft?

#9 2010-11-03 08:48:53

niwatoriah
Gast

Re: Die schönen Künste.

Hier zur Begutachtung durch den Fachmann der Schund, den ich eingestellt habe: http://malerei.artring.net/00,68322,00.html

#10 2010-11-03 15:52:30

Kunstdozent-München
Forenmitglied
Registriert: 2010-11-01
Beiträge: 103

Re: Die schönen Künste.

Verzeiß seiß Ihm, ist´s Ihm wohl begnadet, besser die Worte zu schwingen als den Pinsel?
Dem Fachmann ist´s nicht in mir. Ein kurzer Blick in Seine Gallerie dünkt mir längeren Diskurs. Vielleicht öffne er für Ihrer Gnaden ein Trääd.

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#11 2010-11-03 18:30:05

niwatoriah
Gast

Re: Die schönen Künste.

Oh gern doch, edler Herr, so schick er mir ne Tüte Mehl doch einfach in die Box, auf dass mit Hefe und mit Wasser wie manch andrer Zutat gar ein Teig draus kann geknetet werden, der würdig des Geschmackes ist, nachdem gebacken in zweierlei Herden.

#12 2010-11-03 18:57:23

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

wer nimmt hier wen auf den Arm? Ich tippe, der kleine Künstler Andreas den Anti-Kunstdozenten.

Gruß Armageddon


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#13 2010-11-03 21:00:00

Kunstdozent-München
Forenmitglied
Registriert: 2010-11-01
Beiträge: 103

Re: Die schönen Künste.

Rezept ist unterwegs..

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#14 2010-11-03 22:14:47

der gebenedeite
Forenmitglied
Registriert: 2009-10-14
Beiträge: 311

Re: Die schönen Künste.

Ich hab auch ein Goethezitat:
"Bilde, Künstler, rede nicht!"  lol


Arche hemisy pantos

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#15 2010-11-03 22:53:35

niwatoriah
Gast

Re: Die schönen Künste.

Auweia, soeben ausm Olymp zurück, der Gebenedeite! Mein Juta, habe in der letzten Zeit ca. 20 Bilder gemacht, da darf ick wohl ooch n bißken reden, oda?

#16 2010-12-21 19:55:50

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

Kaiserkrönung Napoleons I.

Der Tag der Krönung
Bis zum Krönungstag, dem 2. Dezember 1804, liefen die Vorbereitungen für die Krönung auf Hochtouren. Über viele Monate hatten Louis-Philippe de Ségur, der Großmeister der Zeremonien und A.L. de Rémusat, der Erste Kammerherr, die Feierlichkeiten organisiert. Die Architekten Charles Percier und Pierre-François-Léonard Fontaine hatten die Dekorationen entworfen und der Maler Jean Baptiste Isabey die Kostüme. Noch in der Nacht wurde das Innere der Notre-Dame geschmückt, die Straßen der Hauptstadt gesäubert und in Stand gesetzt. Am Vorabend war ganz Paris in festlicher Stimmung. Die Artillerie schoss Salut, überall läuteten Glocken und brannten Bengalische Feuer, es gab freien Eintritt in allen Theatern und an jeder Ecke wurde Musik gespielt. Die Fassade der Kathedrale erhielt noch ihren letzten Schliff, sie trug einen großen Triumphbogen mit einem Adler, zwei Säulen des Portals trugen BilderChlodwigs und Karls des Großen, sie symbolisierten die Abstammung vom Fränkischen Reich, mit der Napoleon so gern seinen Herrschaftsanspruch über Frankreich und die Hegemonieüber Europa begründen wollte. Der Tag der Krönung war ein Sonntag. Nachts hatte es geschneit. Seit 7 Uhr morgens drängten die Pariser in die Kirche hinein. Trotz der vielen für den Adelund das wohlhabende Bürgertum reservierten Plätze war noch genug Raum in den Sitzrängen für jeden, der bereit war, neun Franc zu bezahlen.

In den Tuilerien hatten viele Hofdamen die Nacht über im Sitzen schlafen müssen, um ihre aufwendigen Frisuren nicht zu ruinieren. Das Kaiserpaar hatte sich in edelste Kostüme gekleidet, Joséphine trug ein weißes Seidenkleid und Napoleon eine reich bestickte purpurne Uniform und Edelsteinschmuck. Am Barett trug er den Régent-Diamanten, den die französischen Könige in ihren Kronen getragen hatten. Zwischen 6 und 9 Uhr trafen vor der Notre-Dame die Abordnungen der geladenen Institutionen des Reiches ein. Würdenträger der Städte, der Armee, der Justiz, der Verwaltung, der Ehrenlegion und die Mitglieder der gesetzgebenden Kammern fuhren in Kutschen vor. Nach 9 Uhr fuhr der Papst mit dem Gefolge der Kurie vor und hielt unter Begleitung einer Ehrengarde einen ehrwürdigen Einzug in Notre-Dame. Wenig später machte sich die kaiserliche Prozession von den Tuilerien auf den Weg durch die Stadt. Der Gouverneurvon Paris Marschall Murat ritt vorneweg, gefolgt von Kavallerieregimentern. Ihnen folgten wiederum die sechsspännigen Kutschen der Kabinettsmitglieder und der Geschwister des Kaisers. Als letztes fuhr die goldene Kutsche des Kaiserpaares, in der auch Joseph und Louis saßen, gezogen von acht goldbraunen Pferden. Der Polizeibericht vermerkte dezenten Jubel und Beifall, der wohl weniger Napoleon sondern Joséphine galt, die die Pariser offenbar mit ihrer Jugendlichkeit verblüffte.

Mehr hier: http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/733721        Quelle: Wikipedia        Bild in 2200x1375 Pixel runterladen und anschauen!

PS: es geht hier ausschließlich um die Kunst, nicht wie Niwatoriah wieder lospoltern möchte um Politik.

Gruß an alle Kunstliebhaber Armageddon


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--- Allein die Ästhetik ist der Weg, das Ziel und der Schlüssel zum Geist und zum Herzen des wahren Kunstliebhabers!  Armageddon

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#17 2010-12-21 21:43:42

Osian
Forenmitglied
Registriert: 2010-05-29
Beiträge: 119

Re: Die schönen Künste.

Lieber Armageddon,

wenn Du auf altem Pomp stehst, empfehle ich von Jean-Auguste-Dominique Ingres
die beiden Gemälde
"Napoleon als thronender Jupiter", 1806, Öl auf Leinwand 259 x 162 cm, Musée de l'Armée, Paris
und
"Das Gelübde Ludwigs XIII, 1824, Öl auf Leinwand 421 x 262 cm, Kathedrale Notre-Dame, Montauban

Lg
Osian

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#18 2010-12-21 22:34:40

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

Lieber Osian,

ich liebe alle Arten von Kunst, egal ob Pomp oder das Gemälde eines armen Teufels, ob schön oder traurig,
ob Natur oder künstlich usw. Nur keine A-K, weil sie Betrug ist. Deiner Aufmerksamkeit dürfte dies nicht ent-
gangen sein nach über 100 hochgeladenen Kunst-Bildern?

LG Armageddon

Ps: ich warte noch immer auf deine Antwort von den roten Zero-Tonnen.


--- Allein die Ästhetik ist der Weg, das Ziel und der Schlüssel zum Geist und zum Herzen des wahren Kunstliebhabers!  Armageddon

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#19 2010-12-21 23:32:17

Osian
Forenmitglied
Registriert: 2010-05-29
Beiträge: 119

Re: Die schönen Künste.

Armageddon schrieb:

Ps: ich warte noch immer auf deine Antwort von den roten Zero-Tonnen.

Lieber Armageddon,
hast Du dir die Bilder von Ingres mal angeschaut? Ich bin gespannt wie Du den Künstler beurteilst. Er gehört zu meinen Favoriten :-).

Mit dem PS bist Du im falschen Thread, die Tonne ist doch beim Hl. Joseph eingestellt, und dort bat ich dich auch, Angaben über das Objekt zu machen: Künstler, Größe u. Beschaffenheit des Objekts, evtl. Titel des Kunstwerks. Einfach nur einen umgedrehten Abfallbehälter einzustellen und diesen dann mit Zero zu bezeichnen reicht einfach nicht. Wie schon im Joseph Thread von mir geschrieben: ich bin kein Detektiv ;-).

PS. Kann sein, dass ich einige Tage nicht online sein kann, da hast du ja noch genügend Zeit, den Künstler für Deinen Abfalleimer rauszusuchen. - Wie kommst Du auf Zero?

Besinnliche Festtage
wünscht Osian

Beitrag geändert von Osian (2010-12-21 23:33:18)

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#20 2011-02-16 19:54:52

Armageddon
Gebannt
Registriert: 2010-02-18
Beiträge: 816

Re: Die schönen Künste.

osian schrieb:

Lieber Armageddon,
hast Du dir die Bilder von Ingres mal angeschaut? Ich bin gespannt wie Du den Künstler beurteilst. Er gehört zu meinen Favoriten :-).

Ingres gehört zu den Größten, weshalb es mir absolut schleierhaft ist, wie du auch dem Müll huldigen kannst. 

Zur Ablenkung und zum Genuss mal wieder große Kunst. Beeindruckend, glasklar und vor allem leicht und sofort verständlich.
Eine wunderschöne Passage im  Zarathustra von Nietzsche.  
Kunst die ohne Werbung 100 x mehr Freunde und Bewunderer hat, als Beuys mit all seiner jahrzehntelangen Dauer-Agitation.

"Du grosses Gestirn! Was wäre dein Glück, wenn du nicht Die hättest, welchen du leuchtest! Zehn Jahre kamst du hier herauf
zu meiner Höhle. Du würdest deines Lichtes und dieses Weges satt geworden sein, ohne mich, meinen Adler und meine Schlan-
ge. Aber wir warteten deiner an jedem Morgen, nahmen dir deinen Überfluss ab und segneten dich dafür. Siehe! Ich bin meiner
Weisheit überdrüssig, wie die Biene, die des Honigs zu viel gesammelt hat, ich bedarf der Hände, die sich ausstrecken. Ich möch-
te  verschenken  und austheilen,  bis  die Weisen unter den Menschen wieder einmal ihrer Thorheit und die Armen einmal ihres
Reichthums  froh geworden sind. Dazu muss ich in die Tiefe steigen: wie du des Abends thust, wenn du hinter das Meer gehst
und noch der Unterwelt Licht bringst, du überreiches Gestirn! Ich muss, gleich dir, untergehen, wie die Menschen es nennen, zu
denen ich hinab will. So segne mich denn, du ruhiges Auge, das ohne Neid auch ein allzugrosses Glück sehen kann! Segne den
Becher, welcher überfliessen will, dass das Wasser golden aus ihm fliesse und überallhin den Abglanz deiner Wonne trage! Sie-
he! Dieser Becher will wieder leer werden, und Zarathustra will wieder Mensch werden."

Es ist die kühne und lustige Respektlosigkeit, mit der Erdenwurm Nietzsche im Zarathustra mit der Sonne witzelt, und dabei sei-
ne Weisheiten, die Ästhetik seines Geistes wie die schönen Worte versprüht. Das nenne ich allerhöchste Kunst. Es wäre zu inte-
ressant, zu wissen, mit welcher Sprachmacht er den ideologischen Müll der A-K nebst materiellem Unrat, geistreich und grollend
einem Donnerhall gleich dem Erdboden gleichgemacht hätte!
Nietzsche war  übrigens  ein  Bewunderer  der Juden. Unser Ober-A…loch Hitler, interpretierte ihn für seine üblen Verbrechen be-
rechnend falsch.

Ich bitte Andreas, wenn er sich in diesem Thread zu Wort meldet, nicht rumzuzanken, sondern entweder selbst Kunst vorzustel-
len, oder vernünftig zu kommentieren!

Anhang: starke Kunst von Moreau, den ich nur aus dem Internet kenne.
Phaethon,     Oedipus and the Sphinx,     Diomedes Devoured by his horses,  Ulysse et les Sirenes        Reihenfolge beliebig!
Ich muss die Handlung nicht mal kennen! Mich fasziniert die Wahnsinns-Ästhetik und das gewaltige Können.

Ich grüße alle Kunstfreunde


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