Home  |  Galerie  |  Forum  Registrieren  |  Anmelden  

Sie sind nicht angemeldet.

#1 2007-01-02 14:50:21

prenzlmaler
Gast

Dieter Raedel.OHORN.Jacopo da Pontorno

Prenzlmaler: Pontorno-Ehrung am 2. Januar 2007 als erster dutschsprachiger Beitrag im Netz


Jacopo da P o n t o r n o  -  eigtl. Jacopo Carucci


geboren am 24. oder 35. 5. 1494 in Pontorno ( bei Empoli ) , Toskana


begraben am 2. 1. 1557 in Florenz


bedeutender Maler und Zeichner des Florentiner Manierismus



sein Vater war Maler und Zeichner

er war hintereinander Schüler von Leonardo da Vinci

                                                  Mariotto Albertinelli

                                                  Andrea del Sarte


1514 entstand das erste Hauptwek innerhalb des Fresken - Zyklus im Kreuzgang

von SS. Annunziata in Florenz : " Heimsuchung Mariae "


1522 Freskenfolge im Kreuzgang der Certosa del Galuzzo der Passion Christi.

Vorlage waren Holzschnitte von Albrecht Dürer


Höhepunkt der sakralen Werke ist das Altarbild der " Kreuzabnahme Christi "

für die Florentiner Kirche St. Felicità  ( 1525 / 28 )


Im Auftrag der M e d i c i entstanden :


a) die Ausmalung des großen Saales der Villa Imperiale in Poggio a Caiano bei Florenz

    ( gemeinsame Arbeit mit Andrea del Sarto und Francesco Franciabigio )


b) die verlorenen Fresken in den Villen Careggi und Castello  ( 1536 / 37 )


c) das posthume Porträt des älteren Cosimo de' Medici    ( um 1518 )


d) " Bildnis Alessandro " und " Bildnis Herzog Cosimo I. "


e) seit 1540 nach Pontornos Entwürfen eine Teppichfolge der Josephs - Geschichte

   ebenfalls im Auftrag der Medici , für die er seit 1531 tätig war


Pontornos künstlerische Gewichtigkeit des Florentiner Manierismus erkennt man

in reiner Gestalt bei der Kreuzabnahme, wo man die typischen Elemente seines Stils

in konzentrierter Form vorfindet. Die Personenkostellation ist dicht ineinander gefügt

mit monumentalem Charakter und kompliziertem kompositorischem Aufbau. Einige

Figuren heben regelrecht schwebend ab in einem nicht klar deutbarem Raum und wei-

sen auffällige Körperverdrehtheiten auf im losen Kompositionsgefüge. Die grelle Far-

bigkeit und die nicht festgefügte Gruppe üben einen surrealen Eindruck auf den Be -

trachter aus. Diese ausgewählten Farben und den Schattierungen erinnern an die von

Michelangelo gestaltete Decke der Sixtinischen Kapelle in Rom.


Derartige Stilcharakteristika finden sich auch in der Capella Capponi in St. Felicità in

Florenz. Die Darstellungsweise haftet nicht am Stil der Hochrenaissance, doch dient sie

unterstreichend der gestalterischen Art des Pontorno.



Erster deutschsprachiger Pontorno - Artikel im Internet. Die Beschreibung des

Kunstwerks folgt meiner eigenen Betrachtungsweise.





Prenzlmaler

Beitrag geändert von prenzlmaler (2007-01-02 15:09:50)

Fußzeile des Forums

 
Artring.com | Artring.de