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#1 2006-12-18 19:13:07

Adelbert von Deyen
Forenmitglied
Ort: Steinbergkirche
Registriert: 2006-09-14
Beiträge: 1.325
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Zur Weihnacht

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin, bereit -
und wehrt dem Wind und wächst entgegen, der einen Nacht der Herrlichkeit.

                                                                                 (Rainer Maria Rilke)


Ich male nicht, um mich auszudrücken, sondern um zu beeindrucken.
www.adelbert-von-deyen.de

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#2 2006-12-19 15:49:47

rastu
Forenmitglied
Ort: schweiz
Registriert: 2006-05-18
Beiträge: 414

Re: Zur Weihnacht

ein sehr schönes gedicht. ich liebe die gedichte von reiner maria rielke und die von hermann hesse. auch ein sehr schönes von rielke:

Im Schoss der silberhellen Schneenacht
dort schlummert alles weit und breit,
und nur ein ewig wildes Weh wacht
in nur einer Seele Einsamkeit.

Du fragst, warum die Seele schwieg,
warum sie`s in die Nacht hinaus
nicht giesst?-Sie weiss, wenns ihr entstiege,
es löschte alle Sterne aus.

Du wacher Wald, inmitten wehen Wintern
hast du ein Frühlingsfühlen dir erkühnt,
und leise lässest du dein Silber sintern,
damit ich seh, wie deine Sehnsucht grünt.

Und wie mich weiter deine Wege führen,
erkenn ich kein Wohin und kein Woher
und weiss:vor deinen Tiefen waren Türen-
und sind nicht mehr.



schön!!! das ist für mich ein gedicht, das zu malen inspiriert.

rainer maria rilke

Beitrag geändert von rastu (2006-12-19 15:50:47)


Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden

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