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  Otto Lange    »    Galerie     Biografie     Kontakt
Über seine Kunstwerke: Der Künstler, Jahrgang 24, wurde am Rande der Stadt Delmenhorst in Niedersachsen groß. Schon als kleiner Junge entdeckte er seine Liebe zur Kunst - zunächst zur Musik: der Piccolo-Flötist eines Spielmannszuges begeisterte ihn so sehr, daß erst die unsanfte Kollision mit einem Laternenpfahl ihn in die Wirklichkeit zurückholte. Es stand fest: eine Flöte musste her. Tägliches mehrstündiges Üben (später auch Cello und Klavier) und lange Exkursionen mit seinem Biologielehrer nahmen soviel Zeit in Anspruch, daß solch lästige Dinge wie Mathematik oder Latein ins Hintertreffen gerieten und seine Eltern sich gezwungen sahen ihn vom Gymnasium auf die Handelsschule wechseln zu lassen.

Während des zweiten Weltkrieges fand Lange sich zunächst in einem Orchester der Wehrmacht wieder, was ihm eine Begegnung mit Professor Ermeler in Lübeck bescherte. Bei ihm konnte er sein Querflötenspiel perfektionieren. Mit 20 traf ihn dann die ganze Härte des Krieges: schon nach wenigen Wochen an der Ostfront kam er verletzt in russische Gefangenschaft nach Kasachstan. Typhus, Malaria und schwere Verletzungen durch die Zwangsarbeit im Bergwerk brachten ihn mehrfach an den Rand des Todes. Zur Grubenarbeit für ungeeignet gehalten landete er als Buchhalter in der Lagerküche.

In Karaganda lernte er auch seinen zukünftigen Schwager kennen. Ebenfalls aus Delmenhorst, schwärmte der ihm so von seiner Schwester Irmgard vor, daß Lange beschloss: die heiratest du! - was er nach seiner Rückkehr aus Russland 1949 auch bald in die Tat umsetzte. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die in den 50er Jahren aber mit Querflötenspiel nicht zu ernähren waren. Also entschloss sich Lange, die Geflügelzucht seines Vaters zu intensivieren. Dieses Geschäft wurde sehr erfolgreich, aber auch sehr zeit- und nervenraubend, so daß Lange nur noch wenig Zeit für die Kunst (Hausmusik und jetzt auch Malerei) blieb.

1983 gab Lange seinen Betrieb auf und zog sich nach Norditalien an die ligurische Küste zurück. Dort hatte er Zeit und Ruhe zum Malen und Musizieren. In kurzer Zeit sammelte er einen Kreis von Gleichgesinnten um sich, viele Künstler trafen sich bei ihm zur Hausmusik und zum Fachsimpeln. Er malte fast täglich ein Bild.

Seit Mitte der 90er Jahre wurde er durch mehrere schwere Krankheiten aus diesem Rhythmus herausgerissen. Es folgten bis 1998 verschiedene schwere Operationen.

Seiner Ideeenvielfalt hat dies allerdings keinen Abbruch getan. Seinen persönlichen Stil entwickelte Lange vor allem in der Komposition seiner Farben, bei Landschaften, Stilleben oder abstrakten Bildern.

Seit 2005 lebte der Künstler im Taunus, wo er am 24.12.2008 verstarb.

Web-Seite:   http://www.onlinegalerie-lange.de
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