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Bild von Birgitta-Renate Hemmer zum Thema politisch kultur mensch weltbild schäuble schule europa gewalt unterlassene hilfeleistung


Urheber: Birgitta-Renate Hemmer
Art des Kunstwerks: Malerei
Titel: Wir sind alle Sieger
Medium/Format: Öl/ Tempera/ Holz
Abmessung (BxH): 120cm x 120cm
Kommentar: Dieses Bild ist ein politisches Bild - gemalte Kritik an unserer Gesellschaft. Das Gemälde setzt sich zusammen aus Beobachtungen, die die Künstlerin Birgitta-Renate Hemmer ihrem Skizzenbuch entnommen und zusammengesetzt hat: - 1.) Honecker & Co., wie sie dastanden bei großen Aufmärschen des Volkes und der Armee (die beiden Beobachter mit Zigarre und dunkler Sonnenbrille),- 2.) die jubelnde Menge bei einem sportlichen Sieg und - 3.) die Erinnerung an den niedergeschossenen Wolfgang Schäuble, wie er am Boden lag und ein Helfer sich über ihn beugte. Aus all diesen Elementen ist ein neues Ganzes geworden, ein Bild, das Ereignisse und Erfahrungen verallgemeinert und verdichtet. Ein Bild, das jeden von uns angeht, weil jeder von uns eine der hier dargestellten Rollen im gesellschaftlichen und sozialen Leben hat. Der Wunsch, Sieger zu sein, treibt uns alle an, er wird uns von Anfang an eingeimpft durch die Erziehung in der Schule. Der Glaube, dass die Mehrheit stärker ist, bringt die Menschen dazu, gerne und freiwillig Teil der Masse zu werden, ohne nach Recht und Gewissen zu fragen. - Die Bewegungsrichtungen der Figuren auf dem Bild sind derart ineinander verschränkt, dass sie sich gegenseitig beschleunigen, bis sich alles nur noch im Kreise dreht wie ein Wirbelsturm, der alles hinwegfegt und unter sich begräbt. Aber wo ist das Zentrum des Kreises? - Der Kreis kann ja ein Symbol der Welt sein bzw. des Weltbildes, in dem wir leben. Könnte es sein, dass das Zentrum des Weltbildes, das wir uns in Europa gemacht haben und das wir Europäer dem "Rest der Welt" aufdrängen, durchaus nicht der Mensch ist, wie z.B. der Mensch, der da am Boden liegt? - Vor diesem Gemälde von Birgitta-Renate Hemmer beginnt man zu begreifen, dass das Phänomen des untätigen Zuschauens und der unterlassenen Hilfeleistung bei Gewalt gegen Einzelne in der Öffentlichkeit durchaus ein Phänomen ist, das unsere Kultur selbst hervorgebracht hat, ganz bewusst und gewollt. Es ist keine Kultur des Menschen, sondern eine Kultur des Siegen-Wollens auf Kosten des Menschen. Eine Kultur, die bereit ist, einzelne Menschen der Masse zu opfern, und zwar nicht nur das zu Boden getrampelte "Opfer", sondern auch den Helfer.
Schlagwort: politisch | kultur | mensch | weltbild | schäuble | schule | europa | gewalt | unterlassene | hilfeleistung
Seitenverhältnis: 1 : 1
Hochgeladen: Februar 02, 2011
Rechtliches: Nutzung nur mit Genehmigung des Urhebers!
 
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